{"id":4416,"date":"2009-12-03T13:00:22","date_gmt":"2009-12-03T12:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=4416"},"modified":"2009-12-03T13:00:22","modified_gmt":"2009-12-03T12:00:22","slug":"das-erste","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2009\/12\/03\/das-erste\/","title":{"rendered":"Das Erste"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ihr das hier lesen k\u00f6nnt, dann bin ich seit einem Jahr Taxifahrer. Wie die Zeit vergeht&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir kommt es bei weitem nicht so lange vor. Ich bin irgendwie immer noch der Neue, aber nat\u00fcrlich ist einiges passiert, seit ich das erste Mal auf Kunden losgelassen worden bin. Ich hab keine Panik mehr vor Ortsangaben. Nicht mal mehr vor solchen, die ich nicht kenne \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Jahr ist mir Berlin wesentlich mehr ans Herz gewachsen als im Jahr zuvor, und ich hab so viel gesehen, geh\u00f6rt und erlebt. Nichts wirklich gro\u00dfes, nichts spektakul\u00e4res, sondern einfach sehr viele Kleinigkeiten, die das Leben so interessant machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einem Jahr hab ich mich mit einem aus unserer Firma bei meinem Auto getroffen und er hat mir mal auf die Schnelle gezeigt, wie das Taxemeter funktioniert, was es bei dem Auto sonst zu beachten gibt, wie man die Sitze hinten ausklappt und auch meinen Tagfahrer hab ich kennengelernt. Dann durfte ich das erste Mal eine gruselige Erdgas-Zapfs\u00e4ule bedienen. Inzwischen kenne ich die Leute aus der Nachtschicht an der Tanke recht gut, das Auto so komplett es nur geht und die Fehldr\u00fcckereien am Taxameter lassen auch langsam nach \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wei\u00dfen Flecken im Stadtplan werden t\u00e4glich kleiner, obwohl ich bef\u00fcrchte, dass sie nie ganz verschwinden werden. Die Stadt ist einfach immer noch so verdammt gro\u00df, so \u00fcberschaubar sie nach einem Dreivierteljahr lernen und einem Jahr Fahren auch pl\u00f6tzlich geworden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Job macht mir nach wie vor wahnsinnig viel Spa\u00df, und die Kunden, auf die ich verzichten h\u00e4tte k\u00f6nnen, sind zahlenm\u00e4\u00dfig eindeutig denen unterlegen, die ich mir noch einmal ins Auto w\u00fcnsche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten der \u00fcber 1000 Gespr\u00e4che in dem Jahr waren unbedeutend, teilweise aber auch spannend, unterhaltsam, witzig oder denkw\u00fcrdig. Und die Kunden sind mir \u00fcberwiegend entgegengekommen wie ich ihnen: H\u00f6flich, freundlich, aufgeschlossen und in manchen F\u00e4llen planlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Demn\u00e4chst ist hier im Blog der 400ste Taxiartikel ver\u00f6ffentlicht, und nach meiner pers\u00f6nlichen Sch\u00e4tzung werde ich sicher nicht vor dem 2000sten aufgeben. Der Blog ist eng mit meinem Job verbunden, und ich bin schon sehr gespannt, was ich noch alles zu schreiben habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OK, aber ich werde immer so schw\u00fclstig, wenn es um Jahrestage geht. Lassen wir das! Danke euch allen f\u00fcrs Lesen, f\u00fcrs Helfen, Unterst\u00fctzen und f\u00fcr jeden einzelnen albernen Kommentar!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ihr das hier lesen k\u00f6nnt, dann bin ich seit einem Jahr Taxifahrer. Wie die Zeit vergeht&#8230; Mir kommt es bei weitem nicht so lange vor. 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