{"id":427,"date":"2008-11-26T22:39:05","date_gmt":"2008-11-26T21:39:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=427"},"modified":"2012-11-01T05:40:06","modified_gmt":"2012-11-01T03:40:06","slug":"learning-days-revisited","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2008\/11\/26\/learning-days-revisited\/","title":{"rendered":"Learning Days revisited"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In meinem Blog landen immer wieder Leute, die bei google nach den besten Methoden fahnden, auf die Ortskundepr\u00fcfung in Berlin zu lernen. Gut, ich bin kein Held im Lernen, aber ich habe die Pr\u00fcfung bestanden. Immerhin. Da ich nun einmal so gelernt habe, wie ich gelernt habe, kann ich nat\u00fcrlich nichts sicher sagen \u00fcber andere Methoden. Ich werde trotzdem f\u00fcr die neuen Anw\u00e4rter hier ein paar &#8211; vielleicht dumme, weil allgemeine &#8211; Tipps geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz zu Beginn: Nehmt euch Zeit!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte auch den Plan, daf\u00fcr h\u00f6chstens 3 Monate zu brauchen. Im Endeffekt waren es dann \u00fcber acht. Das soll niemanden entmutigen, denn ich bin echt miserabel im Lernen. Aber ich habe w\u00e4hrend der Zeit viele Leute kennengelernt, die l\u00e4nger gebraucht haben. Das ist noch nicht unnormal. Und plant nicht nur die Monate gro\u00dfz\u00fcgig, sondern auch die mitunter weit auseinanderliegenden Termine f\u00fcr die Pr\u00fcfungen (waren bei mir im schlimmsten Fall 5 Wochen)\u00a0 und den Lernaufwand. 15 &#8211; 20 Stunden pro Woche sind Minimum!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann: Geht in eine Taxi-Schule!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Taxi-Schulen haben sich darauf spezialisiert, genau dieses Wissen zu vermitteln, und zudem bieten sie f\u00fcr ihr Geld gleich auch noch Lernmaterialien an, die man anderswo erst einmal suchen, und zu guter Letzt teuer bezahlen muss. Die Ausbildung in einer Taxischule wird ein paar hundert Euro (die Unterschiede sind gro\u00df!) kosten, aber wahrscheinlich eine Menge Zeit sparen. Und da man den P-Schein in der Regel zum Arbeiten braucht, ist Zeit in dem Falle auch Geld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seht zu, dass ihr brauchbares Material habt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stadtplan an die Wand, und los geht&#8217;s? Nix is. Damit werdet ihr in 95% der F\u00e4lle verlieren, weil Stadtpl\u00e4ne Fehler enthalten &#8211; und zwar eine ganze Menge. Macht euch klar, dass es nur einen Teil ausmacht, ob ihr wisst, wo ihr lang m\u00fcsst. Die genaue Kenntnis der Stra\u00dfennamen ist aber mindestens genauso gefragt. Ich hatte einen Stadtplan bei mir im Zimmer an der Wand h\u00e4ngen f\u00fcr die grobe Richtungspeilung, dazu hatte ich den <a href=\"http:\/\/www.spezialatlas.de\/\">Spezialatlas<\/a> von Axel R\u00fchle, und da ich die kniffligen Stellen darin bald mehr oder minder auswendig kannte, habe ich f\u00fcr &#8222;genauere&#8220; Tourenplanung einen Autofahreratlas benutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die schriftliche Pr\u00fcfung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die schriftliche Pr\u00fcfung ist eigentlich nur ein Vokabeltest. Ihr habt zwar \u00fcber 1000 Vokabeln zu lernen, aber hier muss man nicht viel nachdenken. Ich habe darauf mit Karteikarten gelernt, und dieses System ist meines Wissens nach f\u00fcr derartige Aufgaben auch das geeignetste. Das l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich auch mit einem php-Script und einer Datenbank erledigen, aber ob viele von euch das testen wollen, weiss ich nicht. Ich lerne eben gern am Computer. Nun ist die Frage: Lernt man die ganzen Objekte nicht besser gleich richtig &#8211; also nicht nur, an welcher Stra\u00dfe sie liegen, sondern gleich auch wo die ist, auf welcher Seite und zwischen welchen Querstra\u00dfen? Da scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Ich hab das nur teilweise gemacht. Es macht die Sache sicher spannender, aber im Nachhinein glaube ich, ich h\u00e4tte gleich einfach stur nach Karteikarten lernen sollen, dann h\u00e4tte ich die schriftliche Pr\u00fcfung schnell gehabt und h\u00e4tte z.B. die Stra\u00dfen mit ihren Start- und End-Punkten gleich wieder aus dem Ged\u00e4chtnis kicken k\u00f6nnen beim Lernen auf die m\u00fcndliche Pr\u00fcfung. Ich denke, wenn man das zu Beginn mit Karten angeht, kann man die Schriftliche eigentlich in 3 Wochen angehen. Aber so war es bei mir wie erw\u00e4hnt auch nicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die m\u00fcndliche Pr\u00fcfung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier wird es nat\u00fcrlich schwerer. Wer ein fotografisches Ged\u00e4chtnis hat, der hat es eindeutig gut. Ich kann mir Bilder wahnsinnig schlecht merken, aber ich habe in den Pr\u00fcfungen dennoch gemerkt, dass einem das in brenzligen Situationen oft aus der Patsche hilft. Das wichtigste grunds\u00e4tzlich ist nat\u00fcrlich, zu wissen, wo die Objekte liegen. Am besten gleich mit den wichtigsten 10 Stra\u00dfen drumrum, so dass man es gedanklich von jeder Seite aus anfahren kann. Die Kenntnis \u00fcbers komplette Stadtgebiet ist v\u00f6llig irrelevant, wenn man die Objekte nicht kennt. Wichtig (weil enorm vereinfachend) ist es zum Beispiel, auch die Ortsteile wie Objekte zu lernen. Merkt euch blo\u00df nicht, wie es in Franz\u00f6sisch-Buchholz grunds\u00e4tzlich aussieht. Merkt euch einfach, wo der Hugenottenplatz liegt, denn mehr braucht ihr in der Gegend nicht! An diesem Punkt werdet ihr auch merken, dass viele Objekte fast am gleichen Platz liegen, oder es tats\u00e4chlich keinen Unterschied macht (weil man bei beiden erst an der gleichen Kreuzung wenden kann z.B.) Das ist insbesondere in der Gegend Ku&#8217;damm bis Kantstr. oft der Fall, und da merkt man sich am besten gleich kleine Gebiete, weil eh an jedem Eck ein Objekt liegt. Hier hilft vielleicht sogar tats\u00e4chlich, sich das mal in der Realit\u00e4t anzusehen. Hab ich nicht oft gemacht, aber meistens ist einiges gleich h\u00e4ngengeblieben. Das lohnt sich nat\u00fcrlich nicht beim Helios-Klinikum Buch, das ganz alleine in der Wildnis liegt. Au\u00dferdem m\u00fcsst ihr ein Gesp\u00fcr kriegen f\u00fcr die wichtigsten Hauptverbindungsrouten. Oftmals gibt es nur zwei oder drei Strecken, die sich anbieten, wenn man in bestimmte Richtungen will. Das ist der gro\u00dfe Vorteil daran, dass es in Berlin so viel Wasser gibt. Das Wissen, \u00fcber welche drei Br\u00fccken man \u00fcberhaupt nur nach Friedrichshain kommt, ist schon ziemlich wertvoll. Bei vielen Hauptrouten habt ihr keine Alternative, so dass ihr bei vielen Objekten nur wissen m\u00fcsst, wie ihr zur entsprechenden Route kommt. Es ist de facto kein gro\u00dfer Unterschied, von Wannsee oder vom Potsdamer Platz nach Buch zu kommen &#8211; die eine Route umfasst nur ein paar Standard-Stra\u00dfen mehr, die man aber nur schwer wieder vergisst, weil man sie st\u00e4ndig braucht. Dabei werdet ihr feststellen, dass gerade lange Strecken oftmals nicht so schlimm sind, weil es immer das Gleiche, nur in Gr\u00fcn, ist. Zudem sind die Pr\u00fcfer bei langen Strecken kulanter, was Umwege angeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten: \u00dcbung! Geht so viele Fahrten wie m\u00f6glich durch, am besten willk\u00fcrlich. Wenn ihr bei einer Ecke Zweifel habt, dann schaut nach und \u00fcberpr\u00fcft es. Notfalls acht Mal am Tag denselben Platz. Irgendwann sind die ganzen &#8222;fiesen Ecken&#8220;, die im Spezialatlas drinstehen, sicher im Hirn verankert. Der \u00dcberblick \u00fcber die ganze Stadt kommt mitunter erst sp\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verzettelt euch nicht an Einzelfahrten! Den ultimativ k\u00fcrzesten Weg zwischen zwei Objekten zu kennen, ist fantastisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Strecke drankommt, und die 20 Meter, die ihr mit den f\u00fcnf kleinen Stra\u00dfen, die niemand kennt, spart, jemanden interessieren, liegt fast ganz genau bei Null. Wenn zwei Strecken nahezu parallel laufen, dann merkt euch wenn m\u00f6glich die wichtigere. Es ist so viel Wissen n\u00f6tig, da muss man es sich nicht unn\u00f6tig schwer machen. Zuviel Mut zur L\u00fccke kann ich zwar nicht empfehlen, aber alles kann man nicht wissen. Glaube ich zumindest. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich z.B. in einer Pr\u00fcfung unter anderem verkackt habe, weil die Pr\u00fcfer mich vom Klinikum Hellersdorf zum anderen Standort des Klinikum Hellersdorf geschickt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt viele Leute, die behaupten, die Au\u00dfenbezirke kann man ignorieren. Es gibt andere, die sagen, sie lernen die Ortsteile nicht. Einer hat sogar mal gesagt, er kennt sich in Mitte eigentlich nicht aus&#8230; eine Garantie, was die Pr\u00fcfer abfragen, gibt es aber nicht. Wobei ich z.B. den Eindruck habe, dass die Flugh\u00e4fen sp\u00e4testens bei der dritten Pr\u00fcfung auftauchen werden. Aber damit alleine ist auch noch nichts gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wichtigste und gleicherma\u00dfen bescheuertste Tipp ist allerdings tats\u00e4chlich: &#8222;Lasst euch nicht unterkriegen!&#8220; Es ist normal, dass man durchf\u00e4llt, die Pr\u00fcfung existiert ausschlie\u00dflich, um Leute abzuhalten, die das nur mal eben kurz machen wollen. H\u00e4ngt euch rein, und: Seid nett zu den Pr\u00fcfern! Ich hab oft w\u00e4hrend der Pr\u00fcfung mit ihnen geredet und rumgescherzt &#8211; bei mir waren sie um Hilfen und Tipps nicht verlegen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/5cf4ccce45a146eca2bd634155674c36\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem Blog landen immer wieder Leute, die bei google nach den besten Methoden fahnden, auf die Ortskundepr\u00fcfung in Berlin zu lernen. 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