{"id":3533,"date":"2009-09-13T08:49:01","date_gmt":"2009-09-13T06:49:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=3533"},"modified":"2009-09-13T08:49:01","modified_gmt":"2009-09-13T06:49:01","slug":"kotzen-bei-kollegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2009\/09\/13\/kotzen-bei-kollegen\/","title":{"rendered":"Kotzen bei Kollegen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Eine am\u00fcsante Erz\u00e4hlung meines Kollegen S.:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als &#8222;sein&#8220; Taxi gerade neu war, hat er beschlossen, sich &#8211; wie bei ihm damals \u00fcblich &#8211; mit geb\u00fcgeltem Anzug ins Auto zu setzen und damit nat\u00fcrlich nicht irgendwo aufzuschlagen. Nein! Keine Proll-Kundschaft! Ans Adlon! Mindestens!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also wartete er am Adlon auf Kundschaft, und irgendwann war er dann erster. Nun kam der komisch gekleidete Hotel-Bedienstete (der an der T\u00fcr, wie heissen die nochmal?) und \u00f6ffnete einem Fahrgast die T\u00fcr zur geputzten Noblesse eines vom Kundenservice \u00fcberzeugten Berliner Taxifahrers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fahrgast selbst war von vielem \u00fcberzeugt, scheinbar zu sehr von seinem Gleichgewichtssinn und &#8211; die \u00dcberschrift l\u00e4sst es erahnen &#8211; von der Resistenz seines Magens.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Bis zu den Russen&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">sind sie gekommen, so schilderte S. es mir. Damit ist die Russische Botschaft gemeint, die keine 500 Meter Fahrtweg auf gerader Strecke entfernt liegt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;&#8230;dann hatte ich vom normalen Sitzplatz <\/em>[hinten rechts]<em> bis hier <\/em>[Armaturenbrett]<em> alles voll mit roter So\u00dfe.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kollege z\u00fcckte sein Handy und w\u00e4hlte schon mal die 110. Der Fahrgast war entsetzt bis emp\u00f6rt und fragte, was er da mache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;I call the police!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Why?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Look at this! 200 Euro!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztlich gab der Musterkunde nach und bezahlte aus einem offenbar ansehnlichen B\u00fcndel mit 4 braunen Banknoten seine Schulden. Mein Kollege bot ihm an, ihn zur\u00fcckzufahren, was auch angenommen wurde. Der meines Erachtens nach witzigste Teil der Geschichte war dann der, als mein Kollege wieder vor dem Adlon h\u00e4lt und der Hotelangestellte in pflichtbewusstem Engagement heranst\u00fcrmt und die T\u00fcr \u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut meinem Kollegen machte es<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Platsch!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zu vergessen die weisen Worte in die Richtung des nun fl\u00fcchtenden zweiten Dienstleisters:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Hiergeblieben! Dein Kunde!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wie es solch krude Geschichten verlangen, durfte S. dann auch noch einen f\u00fcnften F\u00fcnfziger &#8222;aus der So\u00dfe&#8220; sein Eigen nennen. Prost Mahlzeit sag ich da nur&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine am\u00fcsante Erz\u00e4hlung meines Kollegen S.: Als &#8222;sein&#8220; Taxi gerade neu war, hat er beschlossen, sich &#8211; wie bei ihm damals \u00fcblich &#8211; mit geb\u00fcgeltem Anzug ins Auto zu setzen und damit nat\u00fcrlich nicht irgendwo aufzuschlagen. Nein! Keine Proll-Kundschaft! Ans Adlon! Mindestens! Also wartete er am Adlon auf Kundschaft, und irgendwann war er dann erster. 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