{"id":3022,"date":"2009-08-12T01:53:08","date_gmt":"2009-08-11T23:53:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=3022"},"modified":"2009-08-12T01:53:08","modified_gmt":"2009-08-11T23:53:08","slug":"fast-eine-serie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2009\/08\/12\/fast-eine-serie\/","title":{"rendered":"Fast eine Serie&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">So, die kurze Woche ist mal wieder rum, und wie so oft habe ich heute gar nicht vorgehabt, mir den halben Tag mit Arbeit zu vertreiben. Ein Viertel reicht auch &#8211; oder so&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, der Monat hat gut angefangen, mein tats\u00e4chliches Ziel f\u00fcr den Tag waren atemberaubende 57 \u20ac Umsatz. Also nichts, was man nicht auch Dienstags &#8222;mal kurz&#8220; binnen 5 oder 6 Stunden hinkriegen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie immer bin ich erst zum Ostbahnhof gegurkt und habe mich brav in die Schlange eingereiht. Eine gute Dreiviertelstunde sp\u00e4ter hatte ich den ersten Fahrgast:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ich muss eigentlich nur zum Frankfurter Tor&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ist doch kein Problem&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also eine kurze Tour. Warum auch nicht. Auf die 6,20 \u20ac gab es noch ein stattliches Trinkgeld von 2,80 \u20ac obenauf. Der Fahrgast ist selbst in der Gastronomie besch\u00e4ftigt und wollte sein gro\u00dfz\u00fcgiges Trinkgeld gerne mit einem anderen Dienstleister teilen. Kurios? Nicht wirklich! Fragt mal die D\u00f6ner-Diener bei mir gegen\u00fcber&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem R\u00fcckweg habe ich sogar noch eine Kurzstrecke abgreifen k\u00f6nnen, womit das Gesamtbild eigentlich wieder ok war. Also wieder ein bisschen anstehen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chsten Fahrg\u00e4ste hatte ich nach einer weiteren knappen Stunde, die ich mich wenigstens ausgiebig mit Kollegen unterhalten konnte, deren Umsatz auch nicht so dolle war.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Annenstr. bitte&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;So, damit sind wir genau bei 6,00 \u20ac!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, es gibt ja so Tage &#8211; insbesondere am Ostbahnhof &#8211; wo man einfach nur Kurzstrecken abgreift. Ich bin frohen Mutes zur\u00fcckgegurkt. An der Bar 25 war auch nichts los. Was soll&#8217;s? Man braucht ja auch mal Zeit zum Lesen und Essen, nicht wahr? Nach rund einer Dreiviertelstunde hab ich auf dem &#8222;Abstauberplatz&#8220; eine Tour ergattert:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ich m\u00fcsste zur Warschauer Str.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Wohin da genau?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ja, Ecke Gr\u00fcnberger&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OK, also 5,80 \u20ac. Auch hier immerhin 1,20 \u20ac Trinkgeld &#8211; aber der Umsatz war mit genau 22 \u20ac in rund drei Stunden nicht gerade weltbewegend&#8230; Ich bin mir sicher, dass viele Kollegen das nun zum Anlass nehmen w\u00fcrden zu fluchen, zu behaupten, sie fahren nie wieder zum Ostbahnhof etc. Nicht ich! In der komfortablen Lage, heute nicht unbedingt viel Geld verdienen zu m\u00fcssen, habe ich beschlossen, die Situation unter &#8222;Skurilit\u00e4ten des Berufs&#8220; abzutun und mit einem Auge auf den Blog schielend gehofft, dass die Serie weitergeht. Aber ich hab f\u00fcr mich selbst erst einmal klargemacht, dass ich jetzt noch eine Tour fahre, und dann gut ist.<br \/>\nAn der Tanke habe ich dann festgestellt, dass mein Tagfahrer offenbar kein Gl\u00fcck mit der Tankstelle hatte. Seit dem letzten Tanken waren nur 26 Kilometer Fahrt verzeichnet, ich hab aber 3,5 kg Gas in die Kiste gepresst bekommen. Wenn das dem tats\u00e4chlichen Verbrauch entsprechen w\u00fcrde, d\u00fcrfte ich wohl ab n\u00e4chste Woche Mercedes fahren&#8230; aber so sind die Erdgas-Tanken: Manchmal reicht der Druck einfach nicht aus, um den Tank vollzukriegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gut, ich bin also zum Bahnhof und hab mir beinahe schon eine kurze Fahrt gew\u00fcnscht. Das h\u00e4tte das Ergebnis echt netter aussehen lassen. Aber hier kommen wir an den Punkt, an den man in diesem Job fr\u00fcher oder sp\u00e4ter immer kommt: Es gleicht sich alles aus. Mein Fahrgast landete nur bei mir, weil das erste Taxi in der Reihe ausgerechnet 2 Sekunden vor seiner Wahl von einem bis dato rauchend herumstehenden Passanten weggeschnappt wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Nach Mahlsdorf bitte!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Na also! Es ging wirklich bis knapp 200 Meter an die Stadtgrenze heran, und als ob das nicht genug w\u00e4re, legte er &#8211; der mit 24,00 \u20ac gerade meinen Schichtumsatz mehr als verdoppelt hat &#8211; auch noch 4,00 \u20ac Trinkgeld nach. Davon ganz abgesehen war es eine echt nette Fahrt mit andauernder Unterhaltung und somit ein ganz guter Abschluss. OK, der Kilometerschnitt litt ein wenig, aber immerhin liegt der Abstellort des Taxis von Mahlsdorf aus n\u00e4her als der Ostbahnhof oder irgendeine andere meiner Lieblingshalten. Sodenn: Wochenende!!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, die kurze Woche ist mal wieder rum, und wie so oft habe ich heute gar nicht vorgehabt, mir den halben Tag mit Arbeit zu vertreiben. Ein Viertel reicht auch &#8211; oder so&#8230; Naja, der Monat hat gut angefangen, mein tats\u00e4chliches Ziel f\u00fcr den Tag waren atemberaubende 57 \u20ac Umsatz. 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