{"id":18820,"date":"2016-06-07T05:32:18","date_gmt":"2016-06-07T03:32:18","guid":{"rendered":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/?p=18820"},"modified":"2016-06-07T05:34:06","modified_gmt":"2016-06-07T03:34:06","slug":"journalisten-braucht-bald-keiner-mehr","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2016\/06\/07\/journalisten-braucht-bald-keiner-mehr\/","title":{"rendered":"Journalisten braucht bald keiner mehr!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ein (nur so mittel) lesenswerter <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/kolumnen\/total-digital\/total-digital-taxifahrer-braucht-bald-keiner-mehr-aid-1.6026331\">Text von rp-online<\/a> hat mich eben dazu gebracht, ihn zu kommentieren. Was dann leider nicht ging, weil die Zugangsh\u00fcrden, um bei einer Regionalzeitung zu kommentieren dann leider doch meine pers\u00f6nliche Toleranzgrenze \u00fcberschritten haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autor hat die letzten (ganz ganz sicher ganz genau) sieben Mal erfolglos am Ende einer Taxifahrt versucht, mit Karte zu zahlen. Und das ging nicht, bzw. die Kollegen haben sich mit Ausreden versucht, davor zu dr\u00fccken. Ich wei\u00df, dass sowas passiert und ich finde es nicht sch\u00f6n. Das allerdings als irgendwie einziges Argument zu nehmen, einen Abgesang auf Taxifahrer anzustimmen, weil &#8222;Ein Navigationsger\u00e4t kann heute jeder programmieren&#8220;? Nun ja.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun also etwas ausgelagert hier mein Kommentar:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich wird es andere Dienstleister geben, wird das autonome Auto kommen, machen wir uns nix vor. Und nat\u00fcrlich sind unter den ca. 0,2 Millionen Taxi- und Mietwagenfahrern in Deutschland wie \u00fcberall bei Gruppen mit mehr als f\u00fcnf Mitgliedern Idioten, Arschl\u00f6cher, Abzocker und sonstwie ungeeignete Leute dabei.<br \/>\nDie will keiner. Weder die Kunden, noch die ehrlichen Arbeiter unter den Chauffeuren.<br \/>\nIch als Taxifahrer erinnere mich anderseits ebenso wie der Autor an die letzten Handwerker, die letzten Bankmitarbeiter und ja, auch an den letzten Journalisten.<br \/>\nOder war es doch der vorletzte oder der 2009?<br \/>\nSch\u00f6n und gut. Auch mein Kartenleser war derletzt mal defekt, auch ich nutze mal ein Navi. In Berlin, einer 891-km\u00b2-Stadt mit einer f\u00fcnfstelligen Stra\u00dfenanzahl. Wobei es \u00fcbrigens gerade die [im Text erw\u00e4hnte] Bahnhofstra\u00dfe zigfach gibt. Ja, rege ich mich jetzt dann auch \u00fcber den Maler auf, der eine Wasserwaage nutzt? M\u00fcsste ich wohl.<br \/>\nEs schreit sich leicht, dass &#8222;die&#8220;, wer immer das dann ist, alle v\u00f6llig schei\u00dfe sind. Mit etwas Recherche (das Navi des Journalisten?) w\u00e4re dann immerhin bekannt, dass alle (!) Gewerbevertretungen zumindest hier in Berlin die Politik seit Jahren anbetteln, uns besser zu kontrollieren. Das w\u00fcrde sich sogar rechnen (Schwarzarbeit etc.), aber: Nee, zu teuer!<br \/>\nUnd dann muss ich als ehrlicher Fahrer mir anh\u00f6ren, dass menschenverachtende Drecksbuden wie Uber besser sind, nur weil irgendein Kollege aus einer anderen Stadt und einem anderen Betrieb mit einer anderen Geschichte als ich mal wieder irgendwelchen Bockmist gebaut hat. Das ist, als w\u00fcrde ich alle Journalisten an bild-online oder noch schlimmerem messen. Kann man machen, aber da ich inzwischen nicht mehr 12 bin, w\u00fcrde man mir das wohl zu Recht \u00fcbel nehmen.<br \/>\nWie eingangs erw\u00e4hnt: Ja, die Autos werden bald selbst fahren k\u00f6nnen und Taxis werden nicht mehr nur die neunte, sondern vielleicht elfte Alternative zum Laufen sein. Kann ich mit leben, so ist das eben. Wof\u00fcr ich derzeit bezahlt werde, ist im \u00dcbrigen, Kunden zu bef\u00f6rdern, die ins Navi gerne mal &#8222;Brinssma Schaargse unnana an verfiggn Sp\u00e4di!&#8220; fl\u00f6ten w\u00fcrden.<br \/>\nEbenso wie ich meinen Kollegen hier und da gerne mal empfehle, sich die Taxiordnung nochmal zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren, w\u00fcrde ich Journalisten nahelegen, nach dem ersten Unmut vielleicht zun\u00e4chst zu googeln, bevor der Text online geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schreibe das hier \u00fcbrigens gerade ins Internet. Umsonst. Weil ich zum Thema Taxi mal voll das versch\u00e4rfte Insiderwissen habe. Und eine Tastatur bedienen kann heutzutage doch jeder. Nat\u00fcrlich hab ich keine Ausbildung und eine nur umzureichendr Rechtschreikontrole. Aber, nun ja, das ist halt die Digitalisierung. Da nehme ich von Lesern auch gerne mal eine Bezahlung in bar an. \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">PS: Werter mir als oberfl\u00e4chlichem Leser anonym bleibender Journalist mit dem geschleckten Profilbild: Das hier soll kein Billig-Rant auf Kosten deiner Mudder sein. Melde Dich, lass uns ohne laufendes Taxameter \u00fcber das Thema reden! Ich erkl\u00e4re Dir das Taxigesch\u00e4ft in Berlin, Du mir was \u00fcber Journalismus. Mit etwas Gl\u00fcck lernen wir beide was!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/dc0e46094b884a0d9c399a49770138e2\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein (nur so mittel) lesenswerter Text von rp-online hat mich eben dazu gebracht, ihn zu kommentieren. Was dann leider nicht ging, weil die Zugangsh\u00fcrden, um bei einer Regionalzeitung zu kommentieren dann leider doch meine pers\u00f6nliche Toleranzgrenze \u00fcberschritten haben. 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