{"id":173,"date":"2009-01-02T15:24:20","date_gmt":"2009-01-02T14:24:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=173"},"modified":"2013-02-15T04:14:41","modified_gmt":"2013-02-15T02:14:41","slug":"fuhle-den-rhytmus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2009\/01\/02\/fuhle-den-rhytmus\/","title":{"rendered":"F\u00fchle den Rhytmus"},"content":{"rendered":"<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Innere Uhren sind reichlich bl\u00f6d!<br \/>\nDie wollen einfach nicht einsehen, dass man auch mal Nachtschicht arbeitet. Nun aber mal in Ruhe:<br \/>\nIch bin eigentlich schon immer ein Gegner davon gewesen, seinen Tagesablauf nach einer Arbeit richten zu m\u00fcssen. Mein Verst\u00e4ndnis vom Sinn von Arbeit kommt da nur bedingt mit. Ich bin n\u00e4mlich der \u00dcberzeugung, dass man nicht f\u00fcr seine Arbeit lebt, sondern eine Arbeit annimmt, um sich das eigentliche Leben finanzieren zu k\u00f6nnen. Nun habe ich mit der Aufnahme meiner Arbeit als Taxifahrer so etwas \u00e4hnliches wie einen inneren Konflikt, weil die Arbeit seitdem meinen Tag ganz enorm bestimmt. Im Gegenzug dazu mag ich den Job aber auch wahnsinnig, und er ist mir die geforderte Zeit wert, ja er stellt tats\u00e4chlich einen Anteil meines Lebens.<br \/>\nDie innere Uhr ist damit aber nur bedingt einverstanden. Ja, ich habe den ersten Monat noch &#8222;zu unregelm\u00e4\u00dfig&#8220; gearbeitet, die Gew\u00f6hnung ist sicher noch nicht ganz da &#8211; aber es ist schon erschreckend zu sehen, wie schnell ich wieder bei einem normalen Tag-Nacht-Rhytmus gelandet bin. Obwohl Silvester aufgrund des Feier-Maximums um 0.00 Uhr eigentlich das perfekte Nachtschichtler-Fest ist, bin ich fr\u00fch ins Bett gefallen und hab mal wieder zu kurz geschlafen. Das Ergebnis war: Ich habe den ersten Januar bereits um 11.39 Uhr begonnen und war Abends um Mitternacht totm\u00fcde. Das ist ein paar Stunden zuviel vom besten Rhytmus entfernt. Naja, jetzt habe ich so eine Art Mittagsschlaf gehalten und damit sollte es recht gut funktionieren, aber es ist schon seltsam. Aber grunds\u00e4tzlich bin ich froh, dass ich keine wechselnden Schichten habe, sondern wenigstens bei der Nacht bleiben kann. Ob sich langfristige Ver\u00e4nderungen einstellen &#8211; man h\u00f6rt ja so allerhand \u00fcber die Gem\u00fctsver\u00e4nderungen, wenn man kaum Tageslicht abbekommt &#8211; das werde ich sehen. Ich denke, die ersten Monate ist man vor so etwas noch gefeit.<br \/>\nVielleicht wird sich der ein oder andere wundern, dass ich mich so ausgiebig mit dem Thema besch\u00e4ftige. Das hat aber auch einen guten Grund: Fast jede Nacht sehe ich Kollegen, die um 5 Uhr morgens am Taxistand kaum mehr durchs Hupen der Kollegen oder durch Fahrg\u00e4ste geweckt werden k\u00f6nnen. Da ich meine T\u00e4tigkeit als Fahrer ernst nehme, und mir der Gefahr von 10 Stunden Fahren in Dunkelheit bewusst bin, glaube ich eben, dass ich am besten wirklich ausgeschlafen in eine Nacht starten sollte. Zugegeben, das &#8222;Fr\u00fcher Schlu\u00dfmachen&#8220; im Zweifelsfall geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch dazu!<br \/>\nSo, und nun sitze ich eine Weile nach einem ausgiebigen &#8222;Mittagsschlaf&#8220; um kurz vor 5 Uhr am PC und freue mich doch in erster Linie darauf, heute zu arbeiten. Ich habe mir f\u00fcr den Januar recht harte Ziele gesetzt, und jetzt will ich mal sehen, ob ich die auch schon im zweiten Monat umsetzen kann. Aber am meisten w\u00fcnsche ich mir nat\u00fcrlich nette Fahrg\u00e4ste &#8211; denn kein guter Rhytmus und keine guten Einnahmen k\u00f6nnen das Arbeiten so sehr vers\u00fc\u00dfen wie die Leute im Auto!<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innere Uhren sind reichlich bl\u00f6d! 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