{"id":16305,"date":"2014-08-20T07:58:37","date_gmt":"2014-08-20T05:58:37","guid":{"rendered":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/?p=16305"},"modified":"2014-08-22T07:50:14","modified_gmt":"2014-08-22T05:50:14","slug":"der-uber-uber-artikel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2014\/08\/20\/der-uber-uber-artikel\/","title":{"rendered":"Der Uber-Uber-Artikel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die aktuelle Debatte \u00fcber den Fahrdienst-App-Anbieter Uber ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie Vernunft im Keim erstickt werden kann, wenn die Ressourcen zu ihren Ungunsten ungleich verteilt sind. Und damit ist nicht einmal die gigantische Summe von 18 Mrd US-Dollar gemeint, die Uber angeblich wert sein soll. Obwohl die sicherlich hilfreich ist f\u00fcr die Firma. Denn damit kann sie den Hype am Leben erhalten, der dank PR die einzige wirkliche St\u00e4rke in ihrem Kampf ist. Nicht un\u00e4hnlich einer Sekte, die mit absurden Heilsversprechen durch au\u00dferirdische G\u00f6tter hausieren geht. Eigentlich nur eine App, ein schmuckes Design und viel Lust auf Grenzverletzungen. Im Grunde nichts, was nicht tausende Hinterhof-Schmieden im Koksrausch auch h\u00e4tten machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anh\u00e4nger rufen laut, man m\u00f6ge Innovationen nicht verbieten, dabei war Uber nur genau einmal in der Firmengeschichte tats\u00e4chlich kreativ: als sie in San Francisco einen Limousinendienst angeboten haben. In einer Stadt mit offenbar unzureichender Taxiflotte haben sie den jungen Hipstern ein neues Spielzeug geboten und haben vermutlich nicht zu Unrecht Erfolg damit gehabt. Die heute so bewunderte Expansion und das \u201einnovative\u201c Konzept von UberPop sind indes nur ein Schatten ihrerselbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den New Yorker Taximarkt wollte Uber eigentlich mit einer ganz normalen Taxi-App eindringen, wie sie dort GetTaxi einzuf\u00fchren vorhatte. Statt das in der Eile sinnvoll zu planen, bot Uber die App den Yellow-Cabs an, die noch nie Bestellungen angenommen haben und dies auch nicht vorhatten. Dabei existieren in New York andere Fahrdienste, die so eine App vielleicht h\u00e4tten gebrauchen k\u00f6nnen. Aber nicht mit Uber! Sie wollten die Yellow-Cabs und schoben ihr Scheitern auf eine innovationsfeindliche Branche. Sie brachen den Versuch ab und schmissen auch hier einfach ein paar UberBlack-Limousinen auf den Markt, beileibe kein neuartiger Dienst, schon gar nicht in NYC.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann stand Lyft kurz davor, eine lohnendere Variante einer Mitfahrzentrale auf den Weg zu bringen. Ubers Programmierer warfen einen offenbar nicht einmal sonderlich guten Abklatsch dieser Idee \u2013 vermutlich auch hier weil in Eile zusammengeschrieben \u2013 ein paar Wochen vor Lyft raus und nannten es UberX. Woraus in Europa dann UberPop werden sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich verletzten sie mit einer App, die ungeschulten Fahrern ohne Lizenz oder Ausbildung die Personenbef\u00f6rderung erlaubt, etliche Gesetze. Sie wurden hier und da verboten und \u00fcberall wo sie auftauchten, haben sie auch Prozesse am Hals. Selbst die vermeintlichen Erfolge sehen bei gezielter Recherche schnell d\u00fcnn aus. In NYC z.B. ist UberPop (also UberX) vertreten, allerdings m\u00fcssen die Fahrer dort inzwischen auch eine Limousinen-Lizenz erwerben. Ein Kompromiss und ganz sicher kein waghalsiges Niederringen einer Branche, geschweige denn eine gro\u00dfe Neuerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ubers aggressive Expansionsstrategie brachte sie schnell nach Europa, wo ihre Innovation im Wesentlichen daraus bestand, mit Geldscheinen zu wedeln. Zwar wurden die Sprecher auch hier nicht m\u00fcde, die Taxibranche zu beschimpfen und \u201everkrustete\u201c und \u201e\u00fcberholte\u201c Gesetze anzuprangern, wo immer man ein Mikrofon fand, allerdings ist auff\u00e4llig dabei, dass sie nicht etwa tats\u00e4chlich an den vorhandenen H\u00fcrden ins Gewerbe gescheitert w\u00e4ren \u2013 sie haben es schlicht nie versucht. Die Gesetze in Deutschland sehen Ausnahmen f\u00fcr neue Technologien und Angebote vor. Kein Fall, f\u00fcr den man nicht eine Genehmigung beantragen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Was Uber aber soweit bekannt nie getan hat. Stattdessen haben sie s\u00e4mtliche Arbeit in die PR gesteckt und irgendwelche Taxi-Kartelle erfunden, die die Taxifahrer in Deutschland heute noch vergeblich suchen. Aus dem erwartbaren Gegenwind der Branche und der Politik lie\u00df sich dann das tolle M\u00e4rchen weiterspinnen vom kleinen Startup, das an einer Politik scheitert, die ewiggestrig ist. Sicher h\u00e4tten sie mit ihren Antr\u00e4gen scheitern k\u00f6nnen, aber die Begr\u00fcndungen der Gerichte w\u00e4ren vermutlich inhaltlich zu kompliziert gewesen, um sie einfach in die Legende einzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und \u00fcberhaupt: die Taxifahrer! W\u00e4hrend Uber vor geneigtem Publikum gerne verk\u00fcndet, mit \u201eeinem Arschloch namens Taxi\u201c Krieg zu f\u00fchren, ist das ein beim zweiten Hinsehen mehr als billiger Trick. Uber hat gar kein Interesse an einem deregulierten Taxigewerbe. Es m\u00fcsste ihnen gut in den Kram passen, dass Taxen reglementiert sind, weil es Uber die Konkurrenz erleichtert. Wenn Uber in der gewerblichen Personenbef\u00f6rderung eine Rolle spielen will, dann als Mietwagendienst. Der unterliegt weit weniger strengen Bestimmungen, aber das macht sich schlecht als Feindbild, denn wer kennt denn bitte \u00fcberhaupt Mietwagen oder hatte in einem solchen mal eine schlechte Erfahrung, die Uber nun f\u00fcr sich verwenden k\u00f6nnte? (Und wie viele davon w\u00e4ren UberBlacks gewesen, mit denen Uber seit Anfang 2013 in Berlin erfolglos ist?)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Taxifahrer kennt jeder \u2013 und da das Gewerbe immer schon auch Schattenseiten hatte, h\u00e4lt es als S\u00fcndenbock halt gut her.<br \/>\nWas auch auf andere Weise kurios ist, denn Uber k\u00e4mpft PR-m\u00e4\u00dfig an vielen, sich widersprechenden Fronten. Zum einen der Krieg gegen Taxis, der Kampf gegen die Taxi- und Mietwagenregulierungen und nicht zuletzt behaupten sie zus\u00e4tzlich (!), dass sie ja gar nichts mit diesem Gewerbe zu tun haben, weil sie nur eine Art Mitfahrzentrale sind. Was zwar dreist gelogen ist wie vieles andere, aber darauf kommt&#8217;s nicht mehr an. Selbst manche Berichte \u00fcber ihre Einnahmen sind bestenfalls ein wenig unglaubw\u00fcrdig, wenn man mal ein bisschen nachrechnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Mitfahrzentrale ist man, wenn die Fahrer Leute mitnehmen, die sowieso in die selbe Richtung wollen und sich daf\u00fcr ein wenig Spritgeld zahlen lassen. UberPop verspricht seinen Fahrern ein Einkommen von 100 \u20ac am Tag und vermittelt entsprechende Auftr\u00e4ge. Und wenn man sich wie ich als Taxifahrer ein bisschen n\u00e4her mit dem Thema auskennt, dann wei\u00df man, dass 100 \u20ac in der Personenbef\u00f6rderung ein ansehnlicher Betrag ist, f\u00fcr den man ein ganzes Weilchen arbeiten muss; nix, was man mit 2 oder 3 Fahrten in einer Stunde mal locker nebenbei einf\u00e4hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber da ist das n\u00e4chste Problem: das Wissen. Das ist recht nutzlos, wenn es dem Glauben gegen\u00fcber steht. Jeder, der schon mal eine (in welcher Art auch immer) schlechte Taxifahrt hatte, jubelt Uber nun zu und w\u00fcnscht den Siegeszug jener \u201einnovativen\u201c App. Wie sich das damit vertragen soll, dass Uber die Qualit\u00e4t im Gewerbe ausgerechnet dadurch verbessern soll, dass die paar qualit\u00e4tssichernden Regularien abgeschafft werden, interessiert Gl\u00e4ubige nicht. Und meine Meinung als Taxifahrer mit entsprechendem Wissen z\u00e4hlt nat\u00fcrlich ebensowenig, weil ich ja der Feind von Uber und damit per se unglaubw\u00fcrdig bin. Hier kommen Argumentationsmuster zum Vorschein, die denen von Verschw\u00f6rungstheoretikern nicht un\u00e4hnlich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Faktenresistent wird dabei dar\u00fcber hinweggesehen, dass UberPop \u2013 angeblich ja nette Mitfahrzentrale eines kleinen lieben und von Kartellen bedrohten Startups \u2013 beileibe nicht billiger ist als ein Taxi. Sicher, hier und da mal 20% \u2013 was jedoch nix ist gegen das \u201eSurge Pricing\u201c, das bei hoher Nachfrage die Fahrer auf die Stra\u00dfe locken soll, weil der Preis vervielfacht wird. Vervielfacht, nicht etwa moderat erh\u00f6ht! Die Frage, wieso knuffiges Ressourcenteilen so viel kosten muss wie professionelle Personenbef\u00f6rderung, geht im \u201eArmes Uber, b\u00f6se Taxifahrer!\u201c-Geschrei nat\u00fcrlich unter. Da wird der Raubtierkapitalismus pl\u00f6tzlich zum Schmusetier, weil irgendwann mal einer der letzten Taxifahrer ein Arschloch war. Dass Uber, w\u00fcrden sie alle Gesetze zu Gunsten UberPops einreissen, auch Mitbewerbern T\u00fcr und Tor \u00f6ffnen w\u00fcrde, denen dann wirklich alles schei\u00dfegal ist, ist nat\u00fcrlich auch nur eine d\u00fcstere Dystopie, die ich als Taxifahrer ungerechtfertigt aus Angst um mein Geld in die Welt setze und nicht etwa, weil das zum einen auf jedem komplett deregulierten Markt passiert und ich zum anderen aus mehrj\u00e4hriger Erfahrung wei\u00df, wie schwer es in diesem Gewerbe ist, irgendwelche qualit\u00e4tssichernden Regeln auch nur durchzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und als ob das nicht schon ein viel zu langer Text w\u00e4re, den kaum jemand bis hierhin durchlesen wollte, ist der wichtigste Punkt noch \u00fcberhaupt nicht angeschnitten: dass das Kernkonzept von UberPop darin besteht, Menschen auf die Stra\u00dfe zu schicken, die weder ein Gewerbe angemeldet haben, noch bei Uber besch\u00e4ftigt sind. Die Fahrer werden abgespeist mit einem allem Anschein nach sittenwidrigen Vertrag, der ihnen quasi alle Rechte nimmt, und sind damit nicht einmal Angestellte. Wer es vers\u00e4umt, oder \u2013 was wahrscheinlicher ist \u2013 sich absichtlich dagegen entscheidet, ein Gewerbe anzumelden und dort die Gewinne seiner T\u00e4tigkeit abzurechnen, arbeitet schwarz. Nicht dunkelgrau oder ein bisschen schwarz \u2013 sondern zweifelsfrei.<br \/>\nUnd tats\u00e4chlich wird aber nicht etwa dar\u00fcber diskutiert, dass sich da einige im Grunde bedauernswerte Gesellen fremde Leute ins eigene Auto laden, damit oft ihre Versicherung riskieren und am Ende im kargen Niedriglohnbereich (Tja, keine Angestellten, kein Mindestlohn!) Sklaven ohne Rechte spielen, ohne dabei ihr Einkommen zu versteuern oder wenigstens in die Sozialkassen einzuzahlen. Nein, die Profis unter den Gl\u00e4ubigen sagen, dass das &#8222;vielleicht schon etwas schlecht&#8220; sei, &#8222;aber mit Mindestlohn und Steuern&#8220; w\u00e4re es voll dufte. Klar, ein Bank\u00fcberfall mit Bankkarte statt Pistole und Zugriff nur aufs eigene Konto ist auch voll in Ordnung. Aber bei UberPop ist diese lockere Anbindung das Konzept, darum geht&#8217;s hier! Nicht darum, was UberPop vielleicht sein k\u00f6nnte, wenn es anders w\u00e4re. Etwas, das \u00fcberall ge\u00e4chtet und als gesellschaftliches Problem anerkannt ist, wird bei Uber ruck-zuck zu einer leider unterdr\u00fcckten Innovation erkl\u00e4rt.<br \/>\nEtwas, das vermutlich wirklich nur mit einer Milliarden-Propagandakasse erkl\u00e4rt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich bin ich in meiner Position als Taxifahrer befangen. Man wird mir zumindest immer vorwerfen k\u00f6nnen, dass es mir eigentlich nur um meine eigene Kohle geht bei der Sache. Nichtsdestotrotz habe ich auch einfach Ahnung vom Gesch\u00e4ft:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wei\u00df, dass es zumindest hier in Berlin kein Taxi-Kartell gibt. Hier bekriegen sich 5 oder 6 Gewerbevertretungen gegenseitig und liegen zudem im Clinch mit dem LABO und dem Gewerbe in den umliegenden Gemeinden. Und in den Gewerbevertretungen sind tausende (ja, tausende \u2013 in Berlin alleine!) Unternehmen unterschiedlichster Meinung organisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wei\u00df, dass wir Taxifahrer nie ohne Konkurrenz waren \u2013 egal ob seitens der Mietwagen, dem Carsharing, Bus und Bahn, dem Privat-PKW oder am Ende durch uns selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab schon schwer schlucken m\u00fcssen, als ich gelesen hab, dass Uber f\u00fcr die Vermittlung 20% Provision kassiert, weil ich wei\u00df, dass man nach so einem Abzug einfach beschissen wenig Geld verdient, so lange man es wenigstens legal meldet. Die anderen Abz\u00fcge, die Uber hier und da dar\u00fcber hinaus einf\u00fchrt, mal gar nicht einberechnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch \u00fcber die uns vorgeworfenen festen Preise w\u00fcsste ich zu referieren, dass sie zum einen daf\u00fcr sorgen, dass Taxifahren nicht noch teurer ist als ohnehin. Und noch dazu, dass Uber das gar nicht st\u00f6ren muss, weil sie ja sowieso keine Taxis im Sinne \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel (wie wir es sind) anbieten will und damit nat\u00fcrlich auch nicht der Tarifpflicht nicht unterliegt. Wir sind die, die weiter f\u00fcr 15 \u20ac fahren m\u00fcssen, wenn bei Uber 120 \u20ac angesagt sind. Und laut Uber-Kunden sind wir daf\u00fcr immerhin auch gut genug. Messen mit zweierlei Ma\u00df made bei Uber-Fans.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und mir fallen ebenso f\u00fcr all die Ger\u00fcchte \u00fcber unsere Einnahmen, unsere Auslastung und das, was Uber da reissen k\u00f6nnte, zig Gegenargumente ein, warum genau dieses oder jenes nicht oder nur teilweise stimmt. Einfach weil das seit 5 Jahren als Taxifahrer und Taxiblogger mein Leben ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das alles hat ein gro\u00dfes Problem: es beschreibt eine komplizierte rechtliche und gesellschaftliche Situation, die nicht ganz so sexy wie die David-gegen-Goliath-Geschichte ist, die Uber frei erfindet und unter den Gl\u00e4ubigen streut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie bei anderen Religionen scheint es ein Kampf gegen Windm\u00fchlen zu sein. Ich kann nur immer wieder sagen, dass man sich selbst informieren sollte, bevor man die einfachste L\u00f6sung akzeptiert. Aber das ist halt kompliziert und der gro\u00dfe Schwarm der Leute, der weder Zeit noch Lust hat, einen Mythos zu entzaubern, weil es ja immerhin eine Flasche Wasser gratis gibt, schwimmt halt mit im Strom der 18 Milliarden Argumente. Da strampelt man sich mit einem Zehner Stundenlohn ziemlich ab um dagegenzuhalten. Wohl dem, der keine Ahnung hat; denn das ist weit weniger anstrengend \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/e32ae6ca112e4cb8ab04be313d4c3845\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\n<strong>Nachtrag:<\/strong> Seht Euch die USA an, schaut in die Foren der Fahrer! Lest mal, wie die abgezockt und ignoriert werden! Obwohl Selbstausbeutung via selbst\u00e4ndigem Drittjob dort viel akzeptierter ist als hier. Und auch wie die Fahrer dort \u00fcber Kunden und ihren Service denken. Wo ist das gehypte Kuschel-Startup mit den ach so viel besseren Bedingungen? Zuschl\u00e4ge f\u00fcr hinterlistig konzipierte und beinahe nutzlose Versicherungen, willk\u00fcrliche Preissenkungen, jetzt dann Miete f\u00fcr ein nur f\u00fcr die App nutzbares Telefon usw. usf. \u2026 da bleibt kein lustiges Shareconomie-M\u00e4rchen am Ende. Die ziehen Geld aus jedem Cent von jedem, der ihnen \u00fcber den Weg l\u00e4uft. Moral hingegen kostet Geld, ist also unn\u00f6tig. Wenn wir Taxifahrer schon Monopole und ein Kartell haben, was baut Uber da gerade auf? Gibt&#8217;s daf\u00fcr schon einen Namen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuelle Debatte \u00fcber den Fahrdienst-App-Anbieter Uber ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie Vernunft im Keim erstickt werden kann, wenn die Ressourcen zu ihren Ungunsten ungleich verteilt sind. Und damit ist nicht einmal die gigantische Summe von 18 Mrd US-Dollar gemeint, die Uber angeblich wert sein soll. Obwohl die sicherlich hilfreich ist f\u00fcr die Firma. 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