{"id":15555,"date":"2014-04-07T03:25:25","date_gmt":"2014-04-07T01:25:25","guid":{"rendered":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/?p=15555"},"modified":"2014-04-07T03:16:23","modified_gmt":"2014-04-07T01:16:23","slug":"watn-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2014\/04\/07\/watn-wochenende\/","title":{"rendered":"Wat&#8217;n Wochenende!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich muss hier mal wieder au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig drauflos plaudern. Denn neben den ganzen Passagieren, von denen ich einige gesondert erw\u00e4hnen werde, war das Wochenende \u2013 also meine Arbeitswoche \u2013 an sich einfach der Wahnsinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Donnerstag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angefangen hat alles damit, dass ich am Donnerstag den Hinweis bekam, dass die 72 noch in der Werkstatt sei. Da ich Donnerstags ohnehin nur eine halbe Schicht fahre, hab ich gleich abgesagt. Nennt mich kleinlich, aber f\u00fcr 4 bis 5 Stunden auf der Stra\u00dfe eine An- und Abreise je \u00fcber eine Stunde finde ich albern. Wie ich sp\u00e4ter erfahren sollte, hat mein Tagfahrer das Auto dennoch schon am Donnerstag Abend geholt, aber die Information kam bei mir nicht an. Schade eigentlich, denn ich hatte richtig Lust aufs Arbeiten.<br \/>\nMein Leben w\u00e4re jedoch nicht mein Leben, wenn mir nicht auch noch Besch\u00e4ftigungen f\u00fcr zu Hause eingefallen w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Freitag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Freitag begann meine Schicht ungew\u00f6hnlich fr\u00fch um 18.30 Uhr. Aber nur auf dem Papier. Um die Zeit holte mein Tagfahrer mich zu Hause ab, woraufhin ich ihn heimfuhr. In die Nacht gestartet bin ich quasi p\u00fcnktlich um 7 Uhr und diese Nacht begann in der ersten H\u00e4lfte\u00a0 spitze. Winker wo ich nur hinfuhr! Aber als ich mich dann mal an den Bahnhof stellte, merkte ich, dass ich die gro\u00dfe Ausnahme war. Alle Kollegen, die ich traf, hatten geradezu miese Ums\u00e4tze. F\u00fcr einen Freitag waren meine zwar auch nicht die Welt, aber die geplanten 170 \u20ac hab ich in 10 Stunden \u00fcbererf\u00fcllt. Obwohl es ausgerechnet in der eigentlich besseren zweiten Nachth\u00e4lfte schlechter lief.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Samstag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich startete die Samstagsschicht eine Stunde sp\u00e4ter, daf\u00fcr mit drei Winkern in Folge und einem dicken Trinkgeld. Als ich mich dann an den Bahnhof stellte, erstarb jegliche Hoffnung. W\u00e4hrend ein Kollege und GNIT-Leser nach einer halben Stunde Kundschaft bekam, stand ich am Ende \u00fcber anderthalb Stunden. Das ist l\u00e4nger als es sich anh\u00f6rt!<br \/>\nDanach aber lief alles wie am Schn\u00fcrchen, um 1 Uhr hatte ich deutlich mehr Umsatz als mancher Kollege. Der Clou des Tages aber sollte noch kommen, denn das war das Sisyphos, ein Elektro-Club in Rummelsburg. Ich bekam nur zuf\u00e4llig Winker dorthin, dann lief es wie von alleine. Vom Club selbst gingen die Touren zwar meist nur zum Ostkreuz (6,80 \u20ac), allerdings manchmal mit Kurzstreckenwinkern auf dem R\u00fcckweg. Und angestanden hab ich dann nie lange genug, um auch nur eine halbe Zigarette zu rauchen. Ich habe aberwitzige neun (!!!) Touren in anderthalb Stunden durchgezogen, und trotz der popeligen L\u00e4nge der meisten kamen dabei rund 70 \u20ac Umsatz raus.<br \/>\nDer Tag war also erfolgreich gerettet und ich hatte den meines Wissens nach besten Kilometerschnitt aller Zeiten w\u00e4hrend einer Schicht. Wahnwitzige 1,56\u20ac\/km. (<a title=\"GNIT \u2013 Die k\u00fcrzeste Schicht der Welt\" href=\"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2014\/03\/10\/kurzeste-schicht-der-welt\/\" target=\"_blank\">Die k\u00fcrzeste Schicht der Welt<\/a> z\u00e4hlt da nat\u00fcrlich nicht)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sonntag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine zweite halbe Schicht im Wochenplan. Nur kurz mal raus, 19 bis 24 Uhr. Dieses Mal sogar aus Gr\u00fcnden, denn es war Ersatzverkehr ab 1 Uhr bei meiner Bahn angesagt. Letzten Endes war mir das egal. Mein erster richtiger Versuch, das Berghain zu rocken, ist zwar misslungen, aber wie zu erwarten war, lief das Sisyphos immer noch.<br \/>\nDieses Mal waren die Touren von dort aus weiter, was leider schnell dazu gef\u00fchrt hat, dass sich einige Arschlochkollegen einfanden, die gar nicht erst zum Ostkreuz gefahren sind von dort. Was f\u00fcr gehirnamputierte Vollhonks! Zwei Minuten Fahrt, 7 \u20ac in der Tasche und auf dem R\u00fcckweg eine 50\/50-Chance auf eine Kurzstrecke. Ergo 11 \u20ac plus 2 x Trinkgeld binnen 5 Minuten und dann wieder eine Viertelstunde warten. Aber schon klar: Typen wie diese Arschgeigen fahren nat\u00fcrlich auch keine Kurzstrecke. -.-<br \/>\nMir jedenfalls ging es wunderpr\u00e4chtig, ich hab sogar die halbe Schicht &#8222;\u00fcberzogen&#8220;. Schei\u00df auf null Uhr, wenn ich Fahrten bis nach Bohnsdorf auf dem Silbertablett serviert bekomme!<br \/>\nIch will&#8217;s nicht \u00fcbertreiben \u2026 mit 6,5 Stunden war das letzte Nacht immer noch keine lange Schicht. Aber bei 130 \u20ac auf der Uhr will ich mich mal nicht beschweren. Vor allem, da 70 \u20ac der Plan waren.<br \/>\nAm Ende war sogar der Schienenersatzverkehr ungruselig, denn der Bus kam p\u00fcnktlich und der Fahrer schaffte die angeblich 18 Minuten dauernde Strecke in 11. Also wie die Bahn \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende hab ich in drei Tagen mehr eingefahren, als ich mir f\u00fcr vier Tage vorgenommen hatte. Das ist alles noch weit jenseits aller Rekorde und kein Grund, anzugeben. Aber es ist im weitesten Sinne so gelaufen, wie ich mir das erhofft hatte. Und ganz ehrlich: an solchen Schichten hat es mir in den letzten Monaten massiv gemangelt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/a5a3e83d81b342beb9aaaacad76e1fa3\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss hier mal wieder au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig drauflos plaudern. Denn neben den ganzen Passagieren, von denen ich einige gesondert erw\u00e4hnen werde, war das Wochenende \u2013 also meine Arbeitswoche \u2013 an sich einfach der Wahnsinn. Donnerstag Angefangen hat alles damit, dass ich am Donnerstag den Hinweis bekam, dass die 72 noch in der Werkstatt sei. 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