{"id":14752,"date":"2013-11-12T08:56:31","date_gmt":"2013-11-12T06:56:31","guid":{"rendered":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/?p=14752"},"modified":"2013-11-12T06:14:58","modified_gmt":"2013-11-12T04:14:58","slug":"tour-des-tages","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2013\/11\/12\/tour-des-tages\/","title":{"rendered":"Tour des Tages"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vorwort:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um ehrlich zu sein, wollte ich diesen Artikel heute nicht schreiben. Ich hatte zwar genug Stichworte und Erinnerungen hier rumliegen, aber mir war danach, es an meinem Geburtstag mal gut sein zu lassen. Nicht ohne Grund h\u00f6re ich an meinem Geburtstag immer als erstes <a title=\"Youtube \u2013 The Vandals: Happy Birthday to me\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Sv-OYkGWOhE\" target=\"_blank\">dieses Lied<\/a>. Ich bin ja immer da und mache dieses oder jenes, aber auf meinen Geburtstag freue ich mich immer noch wie ein Kind und lasse es mir gut gehen. Momentan trinke ich ein Bier und h\u00f6re Musik, heute Abend geht&#8217;s dann ins Kino (Gravity \u2013 den man schon <a title=\"Astra's Spacelog \u2013 Gravity: Ein Film mit Gewicht\" href=\"http:\/\/www.scilogs.de\/astras-spacelog\/407-revision-v1\/\" target=\"_blank\">wegen dieses absolut grandiosen &#8222;Verrisses&#8220;<\/a> von Eugen Reichl ansehen muss.). Und dann mal sehen. Was leckeres kochen vielleicht.<br \/>\nNaja, Schreiben kam da eigentlich nicht drin vor. Aber w\u00e4hrend im gro\u00dfen Hohlraum unter meiner Sch\u00e4deldecke die Beats von Lars Ulrich miteinander Fangen spielten, ist mir doch ein wenig unwohl geworden bei dem Gedanken. Dass ich da so sitzen konnte, verdankte ich dem Leser oder der Leserin, der\/die mir die neuen Kopfh\u00f6rer geschenkt hat. Ihr seid meinem Aufruf flei\u00dfig gefolgt und auch wenn ich dieses Vorwort hier ziemlich breittrete, kann ich gar nicht alle Geschenke aufz\u00e4hlen. Haufenweise interessante B\u00fccher, daneben praktische Helferlein f\u00fcr die K\u00fcche, neue Spiele, Chilis, Socken, und und und \u2026 das sich \u00fcber Geburtstage freuende Kind in mir ist jedenfalls \u00fcbergl\u00fccklich. Und es ist noch nicht einmal alles angekommen.<br \/>\nNaja, irgendwie kam ich mir jedenfalls doof vor, ausgerechnet heute nicht zu bloggen, wo mein heutiger Tag doch auch durch Euch so gro\u00dfartig ist. Also hab ich eben die Herren Hetfield und co. um eine Pause gebeten und den Tab mit WordPress ge\u00f6ffnet. F\u00fchlt sich fast noch besser an. \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So, jetzt aber! Blogeintrag:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kam am Berghain an. War ein g\u00fcnstiger Zeitpunkt. Es lief dort gut, die Schlange am Eingang war lang. Ergo: Viele Leute, die abgewiesen werden und woanders hin m\u00fcssen. Sicher, das sind nicht die dicken Touren, aber wenn man schnell wieder weg ist von der Halte \u2026 und manchmal sind ja auch Gl\u00fccksgriffe dabei. Meiner war etwas sonderbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Truppe Jungs, meiner bescheidenen Interpretation nach Kanadier. Die Interpretation st\u00fctzt sich vor allem darauf, dass sie franz\u00f6sisch sprachen, mit mir aber in gutem Englisch reden konnten. Etwas, das ich bei Franzosen noch nie erlebt habe, der Akzent ist immer unter aller Sau \u2013 allerdings auch so unglaublich witzig! \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, ist ja auch egal. Die Jungs fragten mich, ob ich sie alle mitnehmen k\u00f6nnte, was ja kein Problem ist. Wie zu erwarten war, wollten sie in einen Club.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Do you know the Twister?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;No, sorry guys. Do you have a street for me?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle kann mich vielleicht ein Berliner Kollege aufkl\u00e4ren. Ich hab noch nie von einem solchen Club geh\u00f6rt und auch die oberfl\u00e4chliche Google-Suche spuckte nur ein Tattoostudio aus.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Well, no. I, I call my friend. He&#8217;s inside \u2026&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Na gut. Soll mich ja mal nicht st\u00f6ren. Ich hab die Uhr noch nicht angemacht, bislang war ja wirklich noch nicht klar, ob das was werden w\u00fcrde. Bis auf einen der Jungs sa\u00dfen schon alle im Auto, ich hab die Fackel mal ausgemacht, damit die anr\u00fcckenden Kollegen vorbeifahren. Vor uns war inzwischen Platz frei geworden und ich stand bl\u00f6d im Weg. Die folgenden Ereignisse auf ihrer Seite kann ich nicht so gut nachvollziehen, denn mein Franz\u00f6sisch ist wirklich festgerostet inzwischen. Der Typ hinten rechts, der etwa so aussah wie Justin Bieber an einem Bad Hair Day, telefonierte zwar kurz mit seinem Kumpel, aber irgendwas klappte nicht. Dann wartete er darauf, zur\u00fcckgerufen zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor uns wurde die Taxischlange k\u00fcrzer und die Jungs begannen, sich zu entschuldigen. War alles noch im gr\u00fcnen Bereich, aber mit der Zeit wurde ich etwas genervter. Klar w\u00e4re es ok gewesen, das Taxameter schon anzumachen, aber das Geschrei w\u00e4re sicher gro\u00df gewesen, wenn das mit dem Club ausgefallen w\u00e4re und sie nur zum Ostbahnhof h\u00e4tten laufen wollen. Nachdem das Schauspiel aus Telefonieren, Googeln und Warten f\u00fcnf Minuten anhielt, hab ich einfach mal recht scharf dazwischengefragt, ob das noch was wird und dass ich zwar gerne die ganze Nacht warte, aber dann doch die Uhr anmachen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir wurde wirklich aufrichtig geknickt mitgeteilt, dass das bestimmt gleich klappen w\u00fcrde und der schlacksige braunhaarige Typ auf dem Beifahrersitz legte mir eine Zwei-Euro-M\u00fcnze aufs Armaturenbrett mit der Bitte, die Warterei zu entschuldigen. Eigentlich wirklich herzallerliebste Kerle. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie allerh\u00f6chstens 20 waren und schon getankt hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mit dem omin\u00f6sen Twister, das sie &#8222;on the internet, damnit!&#8220; gefunden haben wollen, l\u00f6ste sich in Wohlgefallen auf. Aber sie hatten eine neue Idee:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;You know a place called Fits? Fits Club?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Do you mean Fritz?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Yeah! Filitz-Club!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wollte, ich h\u00e4tte mich verh\u00f6rt. Der Fritz-Club liegt \u2013 die meisten von Euch wissen das wahrscheinlich inzwischen \u2013 direkt am Ostbahnhof, keine 700 Meter entfernt. W\u00e4re ich skrupellos gewesen, h\u00e4tte sich da sicher was machen lassen, denn die Jungs hatten keine Ahnung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Would that be far?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;You&#8217;re serious? This is 400 meters from here.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war nicht so angepisst, wie das niedergeschrieben vielleicht aussehen mag, aber offenbar war ihnen das selbst etwas unheimlich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Uh! That is bad! Shit, man! We let you wait and then \u2026&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Guys, keep cool. I&#8217;ll bring you there, no problem. But it will cost around 6 \u20ac for only a few meters \u2026&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 und ich w\u00e4re schnell wieder hier, wo sich die Schlange so langsam auf wenige Wagen verk\u00fcrzt hat. Als wir uns dann letztlich vom Acker gemacht haben, hatte ich sicher ein paar Minuten l\u00e4nger gewartet, als wenn ich einfach in der Schlange vorger\u00fcckt w\u00e4re. Aber: So ganz mein Schaden sollte es nicht sein. Denn in ihrer Sorge, das mit dem Fritz-Club w\u00e4re zumindest mal f\u00fcr mich schei\u00dfe, haben sie schnell noch das Ritter Butzke ins Spiel gebracht. Mit grob einem Zehner ist das zwar keine Hammer-Tour, aber immer noch besser als die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen der abgelehnten Berghain-Kundschaft (Watergate, Tresor, Kater Holzig, RAW, Suicide Circus \u2026)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem hatte ich ja noch die zwei Euro auf dem Armaturenbrett. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/7c1c96fff944494985b8685d5f2fbaa9\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort: Um ehrlich zu sein, wollte ich diesen Artikel heute nicht schreiben. Ich hatte zwar genug Stichworte und Erinnerungen hier rumliegen, aber mir war danach, es an meinem Geburtstag mal gut sein zu lassen. 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