{"id":13395,"date":"2013-04-03T02:54:41","date_gmt":"2013-04-03T00:54:41","guid":{"rendered":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/?p=13395"},"modified":"2013-04-03T02:54:41","modified_gmt":"2013-04-03T00:54:41","slug":"nachtliche-ausfluge","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2013\/04\/03\/nachtliche-ausfluge\/","title":{"rendered":"N\u00e4chtliche Ausfl\u00fcge"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2013\/04\/03\/nachtliche-ausfluge\/hdrfoyer\/\" rel=\"attachment wp-att-13396\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13396\" title=\"hdrfoyer\" src=\"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/hdrfoyer.jpg\" alt=\"\" width=\"635\" height=\"476\" srcset=\"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/hdrfoyer.jpg 635w, http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/hdrfoyer-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das, was die Fahrt mit mir f\u00fcr viele meiner Fahrg\u00e4ste ist, ist f\u00fcr mich ja der Besuch im normalen Mittagsleben. Zw\u00f6lf Uhr ist in meiner Welt jetzt seit vier Jahren keine sonderlich normale Zeit mehr \u2013 so wie vermutlich f\u00fcnf Uhr in der Fr\u00fche f\u00fcr viele meiner Leser. Klar, man wacht um die Uhrzeit mal zu fr\u00fch auf, man bleibt beim Weggehen am Wochenende mal so lange wach \u2013 aber eigentlich \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab erst einmal mein Handydisplay auf 100% gestellt. Normalerweise switche ich zwischen 17% (fast immer) und 56% (tags\u00fcber in der Wohnung), aber 100?<br \/>\nDoch es war eben 10.30 Uhr, als ich mich auf den Weg zum Haus des Rundfunks gemacht hab, das in Kombination mit Fr\u00fchlingsanfang und noch nicht getautem Schnee blendet doch ziemlich. Auf meinem weiten Weg vom tiefsten Osten in den mittleren Westen Berlins hab ich zwar alle Bahnen bekommen und sie fuhren in ungewohnter Regelm\u00e4\u00dfigkeit \u2013 daf\u00fcr hab ich es zu meiner Arbeitszeit aber auch noch nie mit Menschen zu tun gehabt, die ihre Kinder ablecken. Zumindest nicht in meiner Gegenwart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ihr jetzt &#8222;OMFG!&#8220; ruft, dann behaltet das im Hinterkopf, wenn ich mal wieder von Menschen schreibe, <a title=\"GNIT \u2013 Godzilla\" href=\"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2011\/05\/29\/godzilla\/\" target=\"_blank\">die ihren Penis mit Godzilla vergleichen<\/a>. Denn es ist nunmal nicht so, dass so etwas die ganze Zeit passiert. Der Eigenbrutpfleger war aber bald wieder ausgestiegen und ich hab mein Ziel eigentlich st\u00f6rungsfrei erreicht. Und kaum, dass ich ausgestiegen war, ist mir einmal mehr bewusst geworden, was ich an meinem bescheidenen Stadtteil so mag: dass es dort nicht so aussieht wie an dieser apokalyptisch grauen Vorzeige-Ecke Berlins, zwischen ICC, Messe, Autobahn und Haus des Rundfunks. Dann echt lieber realsozialistische Stapelwohnungen \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein paar Kollegen standen etwas unmotiviert* am ZOB rum, ich hatte aber keinen von denen je gesehen. Was ja kein Wunder ist. Anderes Ende der Stadt, anderes Ende des Tages, anderer Job eben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Pforte vermeldete man mir mit einem sonst nur Postbeamten eigenen Pflichterf\u00fcllungsstolz, dass ich namentlich bereits aktenkundig bin und gleich abgeholt werden w\u00fcrde. Prima! Im Foyer hab ich noch obenstehendes Foto aufgenommen, das hat mir designm\u00e4\u00dfig ja wenigstens ein bisschen zugesagt. In der Folge hatte ich das Gef\u00fchl, irgendwie wenigstens halbwegs souver\u00e4n r\u00fcberzukommen, aufgeregt war ich dank meines letzten Radiobesuchs beim Deutschlandradio echt gar nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ganzen Mitarbeiter waren nett, alles lief professionell und der Moderator ist sogar echt ein sympathischer Mensch. Schade war nur, dass die Sendung sehr kurz war und die Anrufer fast durch die Bank Senioren waren, die als spannendste Geschichte ein verlorenes und zur\u00fcckgebrachtes Portemonnaie zu bieten hatten. Da urteile ich aber vielleicht ein wenig zu sehr mit der Abenteuerarroganz eines Nachtschichtlers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was jedenfalls wirklich unglaublich war, waren all diese &#8222;der war Ausl\u00e4nder, aber sooo nett&#8220;-Kommentare. Ich hab mit Freude zur Kenntnis genommen, dass der Moderator jedes Mal seine Augen so weit verdreht hat, dass ich einmal fast erwartete, er w\u00fcrde die 360\u00b0 schaffen und die Pupillen w\u00fcrden unten wieder auftauchen. Auf der anderen Seite war&#8217;s vielleicht f\u00fcr die H\u00f6rerschaft auch echt ein n\u00f6tiger Hinweis, dass die nichtdeutschen Kollegen hier alles in allem nat\u00fcrlich auch eine prima Arbeit machen. H\u00e4tte zwar gehofft, dar\u00fcber w\u00e4ren wir langsam hinaus, aber gut. -.-<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem war&#8217;s kurzweilig, hat auch durchaus Spa\u00df gemacht. Aber wahrscheinlich werde ich dergleichen nicht mehr machen. Insgesamt war ich dreieinhalb Stunden unterwegs und das Ergebnis k\u00f6nnt ihr Euch <a title=\"kulturradio.de \u2013 Zum Nachh\u00f6ren\" href=\"http:\/\/www.kulturradio.de\/programm\/sendungen\/130402\/kulturradio_am_mittag_1207.html\" target=\"_blank\">hier in 25 Minuten anh\u00f6ren<\/a>. Da bleib ich im Gro\u00dfen und Ganzen doch lieber beim Bloggen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das kommt auf die Sendung an. Beim Deutschlandradio war&#8217;s den Aufwand z.B. wesentlich mehr wert. Doch deswegen gucke ich ja auch mal rum \u2013 man kann ja ruhig alles mal ausprobieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/4acf0adaf16f428b91da3bdcecaf8d7c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">*so unmotiviert, wie ich sicher am Ostbahnhof nachts um drei Uhr auch aussehe \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das, was die Fahrt mit mir f\u00fcr viele meiner Fahrg\u00e4ste ist, ist f\u00fcr mich ja der Besuch im normalen Mittagsleben. Zw\u00f6lf Uhr ist in meiner Welt jetzt seit vier Jahren keine sonderlich normale Zeit mehr \u2013 so wie vermutlich f\u00fcnf Uhr in der Fr\u00fche f\u00fcr viele meiner Leser. 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