{"id":12232,"date":"2012-11-01T08:30:46","date_gmt":"2012-11-01T06:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/?p=12232"},"modified":"2012-11-01T04:03:51","modified_gmt":"2012-11-01T02:03:51","slug":"die-briefkastengeschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2012\/11\/01\/die-briefkastengeschichte\/","title":{"rendered":"Briefk\u00e4sten und Ringe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als Nachtschichtler f\u00fchlt man sich anderen Nachtschichtlern ja zu einem kleinen Teil auch verbunden. Im Gegenzug aber entwickelt man auch neue Feindbilder. Ein bisschen ironisch gesehen nat\u00fcrlich. Brieftr\u00e4ger und Paketboten zum Beispiel. Deren Job ist es, ohne R\u00fccksicht auf Verluste an allen m\u00f6glichen T\u00fcren zu klingeln, bevorzugt an denen, hinter denen ich schlafe. Nach vier Jahren schaffe ich es inzwischen manchmal, unsere T\u00fcrglocke zu \u00fcberh\u00f6ren, allerdings nicht immer. Ebenso trifft das auf Ozie zu, die in Punkto Tagschlaf auch kein Kind von Traurigkeit ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nun ist wieder November, ungef\u00e4hr 10 Tage bis zu meinem Geburtstag. Da ist das Ganze dann schon wieder halbwegs ok, weil jeder zweite Lieferant wenigstens ein Geschenk mitbringt. \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da viele davon von euch Lesern kommen (ein paar waren schon wieder besonders schnell, danke!), wollte ich einfach jetzt gleich <a title=\"Sashs Amazon-Wunschzettel\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/wishlist\/3KTE6B9QRVODA\" target=\"_blank\">auf meine Amazon-Wunschliste hinweisen<\/a>. Es wird ab jetzt jeden Tag klingeln und mich in freudiger Erwartung aus dem Bett schmei\u00dfen, da ist es nat\u00fcrlich umso sch\u00f6ner, wenn ich mich danach auch wirklich freuen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(und gemein wie ich bin, g\u00f6nne ich den Boten das Tragen von vielen P\u00e4ckchen!)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So, arg viel subtiler kann ich heute nicht, sorry. \ud83d\ude00<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lasse mir dieses Jahr \u00fcbrigens das erste Mal von Amazon verheimlichen, was ankommt und werde stilecht zum Geburtstag erst auspacken. Und wer selbst finanziell nicht auch noch die Taxiblogger von nebenan unterst\u00fctzen kann, der w\u00fcrde mir eine Freude machen, wenn er die restlichen Weihnachtseink\u00e4ufe bei Amazon <a title=\"Amazon: Wer sein Geld hier rausschmei\u00dft, macht wenigstens Sash eine Freude (hier bitte gut ziehende Werbebotschaft hindenken)\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/b?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;node=562066&amp;tag=gesternnachti-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742\" target=\"_blank\">\u00fcber meinen Link<\/a> t\u00e4tigt. Dann \u00fcbernehmen die das f\u00fcr euch. Sozusagen. Und ich kann mir selbst ein paar Dinge von der Liste r\u00fcsseln \u2026 \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und f\u00fcr alle Nettigkeiten, die eine Amazon-Liste nicht hergibt, steht meine Adresse im Impressum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Passend dazu &#8211; ich hab nicht vergessen, dass das hier ein Taxiblog ist &#8211; f\u00e4llt mir ein Typ ein, den ich im Auto hatte. Ist schon etwas l\u00e4nger her, ist aber vom Prinzip her egal. Ein ziemlich schn\u00f6seliger J\u00fcngling, der in mir einen Verb\u00fcndeten in Sachen M\u00e4nnergespr\u00e4ch vermutete. Er war auf dem Weg zu seiner Angebeteten, offenbar war das zwischen ihnen noch nicht so ganz in trockenen T\u00fcchern. Aber daf\u00fcr &#8211; wozu hat man als erb\u00e4rmlicher Kerl schon Geld, wenn nicht, um sich Liebe zu erkaufen? &#8211; wollte er sorgen, indem er ihr einen Ring kauft. Als er ihn mir zeigte, war der Weg zur\u00fcck leider zu weit, ansonsten h\u00e4tte ich vielleicht spontan einfach umgedreht. Dieser Ring war nicht nur eine Ausgeburt der H\u00e4sslichkeit an und f\u00fcr sich, er war schlicht f\u00fcr ein Einstandsgeschenk ein kleines Bisschen zu protzig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lauter verschn\u00f6rkelte Goldstreben, in die winzige Brillianten eingefasst waren und obenauf thronte eine Perle, die etwa den Durchmesser des kompletten Rings hatte. Also wenn sie echt war &#8211; und das hat mir der Typ stolz versichert &#8211; dann war der Ring sicher sackteuer. Trotzdem ein Grund f\u00fcr seine Holde, umgehend wegzurennen, wenn sie nicht das Gewicht des Schmuckst\u00fccks daran hindern sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe keine Ahnung, wie das ausgegangen ist &#8211; vielleicht hatte sie ja einen \u00e4hnlich, \u00e4hm \u2026 &#8222;ausgefallenen&#8220; Geschmack wie er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber vielleicht bin ich auch einfach nur ein Kostver\u00e4chter und kann mir kein Urteil erlauben. Schlie\u00dflich trage ich meinen einzigen Ring, meinen Ehering, auch nur <a title=\"Sashs Blog - Ringkampf\" href=\"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2011\/11\/23\/ringkampf\/\" target=\"_blank\">am Schl\u00fcsselbund<\/a> \u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/946642e90cd94580a0b0ead3ce1dcb69\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Nachtschichtler f\u00fchlt man sich anderen Nachtschichtlern ja zu einem kleinen Teil auch verbunden. Im Gegenzug aber entwickelt man auch neue Feindbilder. Ein bisschen ironisch gesehen nat\u00fcrlich. Brieftr\u00e4ger und Paketboten zum Beispiel. Deren Job ist es, ohne R\u00fccksicht auf Verluste an allen m\u00f6glichen T\u00fcren zu klingeln, bevorzugt an denen, hinter denen ich schlafe. 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