Für Journalisten

Hallo. Sie sind JournalistIn und sollen oder wollen einen Artikel über gestern-nacht-im-taxi.de (GNIT) schreiben?

Zunächst würde ich es natürlich begrüßen, wenn Sie mich darüber auch informieren. Ich bin schließlich auch daran interessiert, was wo über mich und mein Projekt geschrieben wird. Ich stehe gerne via Mail Rede und Antwort. Ich würde sagen, in 90% der Fälle binnen 24 Stunden. Wenn Sie diese Zeit tatsächlich nicht haben, dann lesen Sie bitte wenigstens diese Seite, bevor Sie Mutmaßungen anstellen.

Für Mitarbeiter des Axel-Springer-Verlags:
So leid es mir für Sie und ihre Berufswahl tut: Mit ihnen möchte ich nichts zu tun haben! Sie dürfen selbstverständlich über mich und GNIT schreiben. Dabei ist mir sogar egal, ob Sie dies positiv oder negativ tun. Aber da die meisten Publikationen ihres Verlags nach meiner Meinung überwiegend die Volksverblödung vorantreiben, sehe ich keinen Grund, in irgendeiner Form konstruktiv mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Beachten Sie bitte, dass ich im Falle einer Erwähnung in der Springer-Presse jeden noch so kleinen Verstoß gegen Urheberrechte u.ä. konsequent rechtlich ahnden werde. Als kleinen Bonus für die Bemühungen um ein Leistungsschutzrecht … ;)

Für Mitarbeiter “nationaler” Zeitungen:
Für Euch gilt erstmal das selbe wie für die Springer-Presse. Ansonsten: Ich bin links. Ihr würdet euch lächerlich machen…

Ich, Sash, der Autor

Mein Name ist Sascha Bors, nenne mich selbst aber meist Sash (englische Aussprache). Ich bin am 12.11.1981 geboren und habe bis Oktober 2007 in meiner Heimatstadt Stuttgart gelebt. Ich habe in Stuttgart das Abitur gemacht und danach überwiegend im Behindertenfahrdienst gearbeitet. Im Übrigen nicht als Zivi – Meinen Zivildienst habe ich auf einem Abenteuerspielplatz gemacht. In Berlin arbeite ich seit Dezember 2008 für die Domek & Habel Taxibetriebsgesellschaft in Schöneweide, wo ich auch meine Ausbildung absolviert habe, als Taxifahrer. Inwischen fahre ich nur noch etwa 3 bis 4 Tage die Woche, ausschließlich nachts und nach wie vor sehr gerne. Seit Anfang 2012 blogge ich zudem nebenher auch direkt für meine Firma auf deren Seite. Ich wohne fernab der meisten Schwaben in Berlin in Marzahn, welches im Übrigen für mich eine sehr angenehme Wohnlage ist. Seit November 2011 bin ich außerdem verheiratet, lebe aber immer noch und gerne nachts statt tagsüber. Ach so: Sie dürfen ruhig “glücklich verheiratet” schreiben, das haben die Leser gern und wenn es in der Zeitung steht, muss ich das zuhause nicht immer wieder erzählen ;)

Das Bloggen

Wenn Unterbrechungen und Plattformwechsel nicht relevant sind, könnte man sagen, ich blogge bereits seit 2005. Vereinzelte Artikel aus dieser Zeit finden sich auch noch auf meinem privaten Blog. Auf diesem privaten Blog habe ich mit den Taxigeschichten angefangen, sie aber – als das Ganze langsam erfolgreich wurde – im August 2010 auf diese jetztige Seite übertragen. Schreiben war zwar immer schon Teil meines Lebens, aber mit der Auskopplung habe ich begonnen, das Ganze wenigstens ein bisschen zu professionalisieren. Seitdem nutze ich auch Twitter und Facebook, mit Eröffnung bin ich außerdem Google+ beigetreten.
Eine Kleinigkeit: Ich schreibe NICHT VOM TAXI AUS! Da mache ich mir nur kurze Notizen. Ich schreibe alle Einträge zuhause am PC, meist ein paar Tage vor Veröffentlichung.

Die Gründe

Warum bloggt ein Taxifahrer? Oder warum fährt ein Blogger Taxi? Ich tue beides freiwillig und aus Überzeugung. Ich fahre Taxi, weil ich die damit einhergehende Freiheit mehr schätze als ein paar Euro mehr auf meiner Gehaltsabrechnung. Außerdem ist es ein verdammt interessanter Beruf – wie man beim Lesen von GNIT im Übrigen prima feststellen kann. Und das Bloggen? Sagen wir es mal so: Ich schreibe ohnehin. Inzwischen eben öffentlich. Ich erzähle gerne, ich unterhalte Menschen gerne ohne dafür auf eine Bühne gehen zu müssen und mein Ego erfreut sich an der Tatsache, ständig von tausenden Lesern gelobt zu werden. Abgesehen davon bringt es ein bisschen Geld und wenn man sich durch die Zeitungen der Welt liest (natürlich nicht ihre, es sind immer die anderen!), stellt man fest, dass zudem ein handfestes Informationsbedürfnis zu Details dieses eigentlich alltäglichen Berufs existiert. Sollten Sie also öfter mal was über Taxifahrer schreiben, nehmen Sie bitte auch die FAQ-Sammlung rund ums Taxifahren zur Kenntnis und speichern Sie sie irgendwo ab. Danke.

GNIT – Der Blog. Was er ist und was er nicht ist.

GNIT ist – wie man bei Über GNIT schon lesen kann – ein Blog, der unterhalten und auch ein wenig informieren will. Die Geschichten aus dem Taxi sind überwiegend irgendwie lustig – alleine schon, weil ich die Welt auch mit etwas Humor betrachte. Die Stories sind im Grunde wahr, dennoch verfälsche und remixe ich sie öfter mal. Manchmal aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes meiner Kunden, teilweise der Dramaturgie wegen. Insbesondere Start- und Zielpunkte von Fahrten tausche ich manchmal aus, manchmal die Personen. Manchmal fasse ich auch 2 Fahrten zu einer zusammen um die Erzählung dichter zu halten, manchmal mache ich nichts von alledem. Wieviel von welcher Story zu 100% real ist, behalte ich im Sinne meiner Kunden für mich. Die Geschichten sind dennoch so nahe wie möglich an der Realität gehalten, ich ändere lediglich Details.

Ich betreibe GNIT alleine und insofern sind die auch oft vorhandenen Meinungsäußerungen MEINE Ansicht! Ich bin jedenfalls kein Fürsprecher für irgendwelche Unternehmen, Gewerbevertretungen und auch nicht das Sprachrohr aller Berliner Taxifahrer! GNIT ist eine private Geschichte für mich und ich bemühe mich, fremde Meinungen auch als solche zu kennzeichnen. Aber im Grunde bin ich einfach einer von tausenden Taxifahrern, der eben zufällig auch schreibt!

Beispielartikel

Wenn sie keine Zeit haben, die 1200 Artikel (Stand: Anfang 2012) mal eben kurz zu lesen, dann hätte ich hier eine kleine Auswahl:

Recht typische, aber besonders gelungene unterhaltsame Texte sind z.B. der Klassiker, die Heiratsgründe, Mohammeds Einladungshölzchen oder die Feierabendfahrt nach Lehrbuch. Fast immer unterhaltsam waren aber auch Fahrten mit Kindern – da finden sich in diesem Artikel beispielsweise einige Links. Über die klassischen Kotz-Geschichten schweige ich mich hier aus, aber es gibt oben rechts eine Suche…

Manche Texte sind weniger dokumentierenden, sondern eher prosaischen Charakters. Hier empfehle ich die Nachtfahrt, den Zielgruppen-Fail oder auch den Anfang der Zombie-Tour.

Allerdings gibt es bei GNIT auch ganz fiktive Fahrten. Z.B. mit dem Papst oder dem letzten Bundespräsidenten.

Zu informativen Texten: Wer weiß schon genau, wieviel ein Taxifahrer verdient, wie der Taxitarif in Berlin derzeit genau ist und was zur Hölle Himbeeren mit dem Taxameter zu tun haben? Die meisten dieser Fragen werden aber ohnehin in der oben schon erwähnten FAQ-Sammlung rund ums Taxifahren beantwortet.

Und wenn Sie Interesse an Satire haben, dann sollten Texte wie Die 5 besten Methoden, ein Taxi heranzuwinken passen.

Abschließende Worte

Sollte nach all dem noch eine Frage offen sein, dann bitte fragen Sie mich! Wie eingangs erwähnt: Ich bin interessiert daran, was über mich geschrieben wird und helfe gerne aus. Für alle relevanten Infos sollte ich eigentlich eine Antwort parat haben :)

6 Kommentare bis “Für Journalisten”

  1. zoo squared sagt:

    Ich bin kein Journalist aber ich finde den Text, als regelmäßige stille Leserin, treffend und mit den meiner Meinung nach wichtigsten Infos bestückt. Im besten Teil, dem Roten, hast du “Sie” und “Ihren” klein geschrieben, dass nur freundlich gemeinter, kleiner Hinweis. Mach weiter so!

  2. Sash sagt:

    @zoo squared:
    Das klein schreiben war in diesem Fall auch eher so eine Art kleiner Hinweis ;)
    Ansonsten danke!

  3. Spaghetti Carbonara sagt:

    Diese beiden roten Absätze zeugen nicht etwas von einer Profilneurose deinerseits? (Nicht dass ich die Springer-Erzeugnisse als Qualitätsmedien bezeichnen würde, aber zu einer relevanten und fundierten Meinungsbildung gehören sie hierzulande – neben einigen anderen – dazu.)

  4. Sash sagt:

    @Spaghetti Carbonara:
    Ich kann mir aussuchen, mit wem ich zusammenarbeite. Und ich teile deine Ansicht nicht. Es ist wahr, dass die Presse vielfältig sein sollte und auch ich bilde mir meine Meinung durchaus unter Einbeziehung von Berichterstattung, die nicht meiner Meinung entspricht. Aber genausowenig wie ich Horoskope da mit einbeziehe, tue ich mir Geschichten von Blättern an, die bewusst Falschmeldungen produzieren. Denn nein, Unwahrheiten brauche ich nicht, um irgendwas zu wissen, das ist ein absurder Gedanke. Und da das in Springer-Blättern nunmal mit herausragender Häufigkeit passiert, lehne ich sie ab. Wie gesagt: Sie dürfen schreiben, was sie wollen – aber eine Mitarbeit ist meiner Meinung nach Zeitverschwendung.

  5. Spaghetti Carbonara sagt:

    Ich halte dich durchaus für intelligent genug, auch bei Springer das Hanebüchene von der Lüge vom (mehr oder weniger) Gehaltvollen zu unterscheiden. Für mich hörts sich bei dir jedenfalls mehr nach einer ideologisch begründeten Ablehnung an. Und mit Hinweis auf absichtlich produzierte Falschmeldungen darfst du auch nicht mehr in… sagen wir mal die jW sehen.

  6. [...] für eine Boulevardzeitung. Aber vielleicht findet die Redakteurin beim weiteren Recherchieren meinen Text für interessierte Journalisten ja selbst [...]

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